Neue Lösung für Ersatzteil-Logistik: Der DB Schenker Logistics Orchestrator ermöglicht mehr Transparenz, Effizienz und Automatisierung

Ersatzteil-Logistik automatisiert

In Zeiten von Digitalisierung und Industrie 4.0 kommt dem Ersatzteilmanagement eine Schlüsselfunktion zu. Aber gerade, wenn es um die Versorgung des Technikers vor Ort geht, verliert die Lieferkette oft an Transparenz. Vor allem, wenn es um globale Netzwerke geht, die an ihren lokalen Endpunkten sehr individuelle Voraussetzungen haben, nehmen Sichtbarkeit und Aktualität am Ende der Kette ab. Der neue DB Schenker Logistics Orchestrator auf Basis des IBM Order Managements sorgt hier für mehr Transparenz, Effizienz und Automatisierung – höhere Kundenzufriedenheit und sinkende Kosten für Bestand und Transport sind die Folge.

Ersatzteile wandern oft einen weiten Weg entlang der globalen Lieferkette, ehe sie ihren Einsatzort beim Kunden erreichen. Dort wird ihr Bestand dann häufig manuell verwaltet, was an den unterschiedlichen lokalen Voraussetzungen liegt. Den Unternehmen fehlt es daher oft an einer vollständigen Transparenz über den aktuellen Bestand der Ersatzteile und den Status eines Auftrags, vor allem auf der letzten Meile zum Techniker.

Mehr Transparenz auf der letzten Meile zum Techniker

Diese Herausforderung hatte ein Industrieunternehmen an den Logistik-Dienstleister DB Schenker herangetragen: Das Unternehmen verfügt über eine sehr komplexe, heterogene Lieferkette für die Versorgung ihrer Techniker vor Ort, das Auftragsmanagement lief dabei bis dato weitestgehend manuell. Der Aufwand war entsprechend hoch, zugleich fehlte es an Sichtbarkeit über den tatsächlichen Bestand und Status der Aufträge. Konkret suchte das Unternehmen nach einer Lösung, mit der sich Aufträge zentral managen lassen – bis in die lokalen Verästelungen der Lieferkette.  

Die Lösung für diese Anforderungen bietet der neue Logistics Orchestrator von DB Schenker. Dabei handelt es sich um eine Cloud-basierte Auftragsmanagementlösung, in der sämtliche Kanäle für die Lieferung von Ersatzteilen – wie ERP-System oder Online-Shop – zusammenlaufen. Das System überprüft die eingehenden Aufträge, verarbeitet sie jeweils nach zuvor definierten und im System hinterlegten Regeln und leitet ihre Erfüllung ein. Dazu werden die einzelnen Aufträge automatisch an die entsprechenden Lager, Depots, Lieferanten oder Zulieferer beziehungsweise an die Transport-Carrier via Bahn, Landweg, Luft oder See weitergeleitet.

Der Logistics Orchestrator ermöglicht damit eine intelligente, effiziente und automatisierte Abwicklung des Auftrags. Zugleich schafft die Lösung Transparenz bis zu den Technikern vor Ort. Diese bewahren ihre Ersatzteile nicht selten in Garagen oder im Fahrzeug auf. Mit dem Logistics Orchestrator können sie diese einfach mit ihrem Smartphone erfassen und verwalten – und damit den globalen Status aktuell halten.

IBM Order Management ist Kernstück

Kernstück des Logistics Orchestrator ist das IBM Order Management. Die Software ermöglicht es, Auftragsprozesse in einem erweiterten Lieferkettennetzwerk auszuführen und zu koordinieren und fungiert als eine Art Knotenpunkt für Bestandsmanagement, Auftragszusage und Auftragserfüllung. Diese Plattform hat DB Schenker auf Basis seiner Erfahrungen im Ersatzteilmanagement mit entsprechend vorkonfigurierten Standardprozessen angereichert. Dabei wurden auch die speziellen Voraussetzungen des Ersatzteilmanagements berücksichtigt. Zudem wurde es mit den Lager- und Transportverwaltungslösungen von DB Schenker integriert.

Dadurch entstand eine Basis für die generelle Nutzung der Lösung für das Ersatzteilmanagement. Individuelle Prozesse anderer Unternehmen lassen sich im Logistics Manager flexibel ergänzen. So benötigte beispielsweise ein Unternehmen aus der Luftfahrt ein Auftragsmanagementsystem, das die besonderen Anforderungen bei der Lieferung überholter Ersatzteile abbilden kann. Die Herausforderung hier ist das enge und genaue Timing. Airline-Techniker müssen pünktlich und schnell mit Ersatzteilen versorgt werden; zugleich handelt es sich häufig um reparierte Komponenten, da diese kostengünstiger sind.

Das Geschäft ist extrem zeitkritisch: Stehen die Teile nicht rechtzeitig zur Verfügung, drohen dem Lieferanten Vertragsstrafen. Für das Unternehmen ist es daher wichtig, jederzeit genau zu wissen, wann die reparierten Teile verfügbar und am Einsatzort sein können. So kann es Strafen vermeiden und muss kein neues Teil beschaffen und liefern, was teurer wäre. Auch diese Anforderungen lassen sich mit dem Logistics Orchestrator effizient lösen. Das Tool bildet den kompletten Instandhaltungskreislauf ab; ein spezieller Supply Chain-Monitor zeigt jede Verzögerung sofort an, so dass Planer schnell reagieren können, notfalls auch manuell. Das Unternehmen kann damit diese sogenannten Overhaul-Prozesse transparenter und effizienter managen.

Höhere Kundenzufriedenheit, sinkende Kosten

Der Einsatz des Logistics Orchestrator bringt Unternehmen, für die ein globales Ersatzteilmanagement wichtig ist, zahlreiche Vorteile. Vor allem die Kundenzufriedenheit lässt sich deutlich steigern: Die Bearbeitungszeiten werden kürzer, die Prozesse flexibler, Lieferversprechen lassen sich genauer und häufiger einhalten. Zugleich reduzieren sich Kosten für Lagerhaltung, Transport, Administration und Bestandsverwaltung.

Die Vorteile des Logistics Orchestrator für die Ersatzteil-Logistik.
Bildquelle: DB Schenker

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