Wo das PSE auf KI trifft – entstehen Ideen

Das Periodensystem der Elemente, das sogenannte PSE, kennt jeder. Zumindest dürften die meisten sich aus ihrer Schulzeit noch an diese Tabelle erinnern, die der Russe Dimitri Mendelejew 1889 erfunden hat. Das PSE ist eine ziemlich clevere Erfindung, macht es doch die komplexe Welt der Chemie in einer logischen Darstellung anschaulich.

Auch die Welt der KI ist komplex, daher reagieren viele deutsche Unternehmen zurückhaltend, was die neuen Möglichkeiten betrifft. Zu groß ist bei vielen die Unsicherheit, was das überhaupt ist, Künstliche Intelligenz, und worin deren Wertbeitrag für das eigene Geschäft bestehen könnte. Auch hier tut Anschaulichkeit Not. Und da ist die Bitkom auf die clevere Idee gekommen, KI in Form den PSE darzustellen. In der Pressemitteilung des Verbands äußert sich Präsident Achim Berg folgendermaßen dazu:

„Datenanalyse und Künstliche Intelligenz sind zwei Schlüsseltechnologien, die künftig nicht nur über den Erfolg einzelner Unternehmen, sondern über die Zukunft ganzer Volkswirtschaften entscheiden werden. In vielen Unternehmen fehlt es noch an Know-how. Das KI-Periodensystem liefert einen guten Überblick über eine ganze Reihe von KI-Technologien und ihren praktischen Nutzen.“

Künstliche Intelligenz kommt beispielsweise bei Chatbots zum Einsatz

Ziel des Periodensystem-KI ist es, KI auf typische Geschäftsprozesse anzuwenden. Genau wie beim echten PSE soll so ein Verständnis der einzelnen Bausteine der Technologie geschaffen werden. Das Element „Lu“ beispielsweise steht für „Language Understanding“. Klickt man es, dann öffnet sich eine Microsite, die nicht nur das Thema erklärt, sondern auch, wie man es im Unternehmen nutzen kann. Neben sprachgesteuerten Assistenten, die man mittlerweile auch aus dem Privatgebrauch kennt, sind das vor allem Chatbots. Die besondere Schwierigkeit hier: Die Chatbots müssen die Absicht der Fragen, ihre verschiedenen Elemente und ihre Beziehungen verstehen – und das geht weit über einfache Frage-Antwort-Anwendungen hinaus. Es gilt, den Kontext zu verstehen. In diesem Bereich hat IBM zum Beispiel mit Watson Pionierarbeit geleistet.  

Zum einzelnen Element liefert die Microsite dann noch viele weitere nützliche Informationen. Zum Beispiel zeigt sie, in welcher Beziehung es zu den anderen Elementen steht. So hängt Lu naturgemäß eng mit Te (Text Extraction) und Sr (Speech Recognition) zusammen. Außerdem gibt es einen Ausblick auf das Marktpotenzial (laut Marketsandmarkets für 2022 8,8 Milliarden US-Dollar.) und die Hürden und Treiber der Technologie.

Orientierung auf der Reise zu KI

Über die Adressaten heißt es auf der Website:

Die wichtigste Zielgruppe des Periodensystems der Künstlichen Intelligenz sind Entscheider in Unternehmen, die sich mit der Auswahl, der Einführung und dem Betrieb von KI-basierten Systemen konfrontiert sehen.

Aber auch Politiker und Journalisten finden hier Orientierung für ihre Beschäftigung mit dem Thema KI.

KI bei der Think@IBM

Das Periodensystem KI ist eine clevere Idee, leistet es doch wertvolle Aufklärungsarbeit für eine Technologie, auf der die Zukunft des Geschäftserfolgs ganz wesentlich bestimmt sein wird. Übrigens hat jeder, der sich noch tiefer mit dem Thema auseinandersetzen will, schon sehr bald die Gelegenheit dazu. Denn im Rahmen der Think @ IBM in Berlin findet vom 22. bis 23. Mai der IBM Cloud, Data & AI Summit 2019 statt, auf dem es unter anderem um die Reise Ihres Unternehmens hin zu KI gehen wird. Ziehen Sie ein Ticket, es lohnt sich.

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