Künstliche Intelligenz verändert die Arbeit – und zwar hundertprozentig

Vor wenigen Tagen richtete IBM CEO Ginni Romety auf einer von der CNBC veranstalteten Konferenz zur Zukunft der Arbeit eine starke Botschaft an Arbeitnehmer jeglicher Art: Wir sind schon mitten in der Vierten Industriellen Revolution, für die allermeisten von uns wird das die größte Herausforderung und Chance ihres Lebens sein: Durch das Zusammenwachsen der digitalen und physischen Welt verändern sich Arbeitsplätze, Politik, Branchen und ganze Volkswirtschaften drastisch. Auch neue Skills werden gebraucht.

Ginni Rometty sagte:

Infolgedessen stehen wir vor einem bevorstehenden und tiefgreifenden Wandel der Belegschaft in den nächsten fünf bis zehn Jahren, da Analytik und künstliche Intelligenz die Arbeitsplatzanforderungen in Unternehmen aller Branchen verändern…Ich erwarte, dass die KI innerhalb der nächsten fünf bis zehn Jahre 100 Prozent der Arbeitsplätze verändern wird.

Zwar würden die wenigstens Jobs durch KI verschwinden. Doch erfordert es die überwiegende Mehrheit der verbleibenden Tätigkeiten, dass die Menschen in Zukunft mit Analytik und irgendeiner Form von KI zusammenarbeiten. Und dies erfordere Kompetenzausbildung in großem Maßstab, so die IBM Chefin laut CNBC.

Neue Jobs erfordern neue Skills – und bringen gleichzeitig neue Chancen

Skills-Lücke klafft tief

Doch wie gut sind Unternehmen und Arbeitnehmer auf diesen fundamentalen Wandel vorbereitet? Hier klafft die Lücke tief – schon bei den KI-Fachleuten selbst. Laut IDC planen zwar viele Unternehmen, KI-Projekte binnen Jahresfrist umzusetzen. Doch stehen die meisten vor der Herausforderung, dass ihnen die Experten für das Thema fehlen – 80 Prozent der Unternehmen äußerten sich bei einer Befragung der IDC dahingehend.

Neue Lösungen werden daher gesucht, um dem Skills-Problem abzuhelfen. Ein möglicher Ansatz: „New Collar“-Arbeitnehmer. Gemeint sind Beschäftigungen, die sich jenseits des typischen Ausbildungspfads ergeben, zum Beispiel durch gezielte Qualifikationen in Disziplinen wie Cybersecurity, Data Science, Cloud oder KI-Systeme.

Ginni Rometty:

Um den Paradigmenwechsel vorzubereiten, müssen sich die Unternehmen auf drei Dinge konzentrieren: Umschulung, Einstellung von Mitarbeitern, die nicht unbedingt einen vierjährigen Hochschulabschluss haben, und Überdenken, wie ihr Rekrutierungspool sich an neue Jobrollen anpassen kann.

Auch erfordern die neuen Skills auch ein Umdenken im Bildungsbereich. Das Curriculum muss leichter anpassbar an die Forderungen der Zeit werden. Vor allem aber gehören viel mehr digitale Aspekte in den Lehrplan, wie Tatjana Oppitz auf dem IBM THINK Blog DACH (schon vor längerer Zeit) ausgeführt hat:

Die Beschäftigung mit technischen Themen kann sich zukünftig nicht auf wenige Stunden Informatikunterricht beschränken, denn heute hat fast jedes Fach eine digitale oder technische Komponente. Egal ob Kunst, Musik, Biologie oder Rechnungswesen (…) Auch diesen veränderten Ansprüchen der Wirtschaft müssen Schulen und Universitäten zukünftig stärker Rechnung tragen, wenn unsere Volkswirtschaften im globalen digitalen „Wettrüsten“ mithalten wollen.

Zu viel Zeit sollte man sich nicht lassen für dieses Umdenken. Revolutionen neigen zu Veränderungen in High-Speed. Arbeitnehmer jeder Art werden das erleben, die meisten von ihnen noch während ihrer aktiven Laufbahn. New Collar Jobs bieten eine Möglichkeit, schneller zu reagieren –  und damit die Wahrscheinlichkeit zu erhöhen, aus der Herausforderung Digitalisierung eine Chance zu machen.

IBM Cloud, Data & AI Summit auf der THINK at IBM in Berlin

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