Mythen und Künstliche Intelligenz oder: Warum Unternehmen über eine KI-Strategie nachdenken sollten

Science Fiction, Androiden und Maschinen, die wie Menschen denken. Künstliche Intelligenz ruft viele Vorstellungen in uns hervor – und manche sind dabei eher schillernd und basieren auf Hollywood. Was kann KI, was kann sie nicht, und warum sollten sich Unternehmen mit dieser Technologie beschäftigen? Gartner hat sich in einem Artikel einiger KI-Mythen angenommen und Fakten dagegen gesetzt. Und um Fakten und konkrete Möglichkeiten geht es auch auf dem AI Summit der IBM am 22. Mai in Berlin. Aber dazu unten mehr.

Zunächst zu Gartner: Oft werden der KI zu menschliche Attribute zugeschrieben. Viele sind der Meinung, dass KI ähnlich wie das menschliche Gehirn funktioniert, und dass die KI von selbst lernt, so wie wir das tun. Dazu erklärt Gartner:

“Although some forms of machine learning (ML) — a category of AI — have been inspired by the human brain, they are not equivalent. Image recognition technology, for example, is more accurate than most humans, but of no use when it comes to solving a math problem.”

Und um zu lernen, braucht die KI Datenwissenschaftler: Diese definieren das zu lösende Problem, und bereiten Daten für das Training der KI auf, mit denen diese „gefüttert“ wird. Hinsichtlich von KI im Unternehmensfeld widmet sich Gartner dem Mythos: „Mein Unternehmen brauch keine KI-Strategie“ – und widerspricht:

“Every organization should consider the potential impact of AI on its strategy and investigate how this technology can be applied to the organization’s business problems. In many ways, eschewing AI exploitation is the same as forgoing the next phase of automation, and could place enterprises at a competitive disadvantage.”

Aufzüge, Gesetze, Kundenbeziehungen: KI ist vielfältiger, als man denkt

In der Tat ist KI in vielen unterschiedlichen Geschäftsfeldern einsetzbar und wird auch immer mehr eingesetzt. Beispielsweise im Bereich Kundenbeziehungen: Die Royal Bank of Scotland setzt etwa die virtuelle Assistentin „Cora“ ein, die auf eine Vielzahl von Kundeanfragen trainiert ist. Thomson Reuters setzt IBM Watson ein, damit sich Kunden über Datenschutzgesetzen weltweit informieren können, indem Watson Antworten auf komplexe Fragen gibt. Und KONE nutzt die IBM Watson IoT Plattform unterer anderem dafür, um den Zustand von Liften oder Rolltreppen vorauszusagen und somit den Produktlebenszyklus optimal managen zu können.

Was hat Künstliche Intelligenz mit Aufzügen zu tun? So einiges!

Diese Beispiele zeigen: KI wird manchmal überschätzt, noch öfters aber unterschätzt – gerade im Geschäftsbereich. Fast täglich gibt es mehr Anwendungsbeispiele, wie KI im Geschäftsumfeld eingesetzt werden kann. Deshalb ist es für Unternehmen auf jeden Fall ratsam zu überdenken, ob sie nicht doch eine KI-Strategie brauchen.

Unternehmen auf dem Weg zum Cognitive Enterprise

Apropos Anwendungsbeispiele: Einige Unternehmen experimentieren zwar bereits mit Projekten rund um künstliche Intelligenz, jedoch fehlt es vielen Verantwortlichen in Unternehmen noch an Inspiration und konkreten Beispielen, was möglich ist. Und genau hier setzt der IBM Cloud, Data & AI Summit 2019 am 22. und 23. Mai in Berlin an. Im Rahmen der Think at IBM im Bikini Berlin geht es vor allem am ersten Tag dieses Summits um das Thema künstliche Intelligenz und es wird sehr konkret: In Keynotes und Praxisbeispielen werden unterschiedliche Aspekte eines, wie IBM es nennt, “Cognitive Enterprise” beleuchtet. So geht es bei dem Praxisbeispiel CIMON im All zum Beispiel um die Frage, wie künstliche Intelligenz unsere Arbeitswelt revolutioniert.

Mehr Informationen zur Agenda und die Möglichkeit der Registrierung finden Sie auf dieser Seite.

Kommentare sind sehr willkommen

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.